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Thronfolger – Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Buchtitel

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich
1
veröffentlicht: 2024

Bibliotheks-ID:

Zustand:

1000108078938519
Sehr Gut

Genre

Stundenbücher / Gebetbücher

Stil

Gotisch

Typ

Faksimile

Autoren

-

Jahrhundert

XV

Land

Belgien

Anzahl

128 Seiten / 18,5 × 12,5 cm

Jahr

1500

Beschreibung

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich ist ein hervorragend gearbeitetes illuminiertes Manuskript, das um 1500 in Bourges, im Atelier von Jean und Jacquelin de Montluçon in Zusammenarbeit von Vater und Sohn hergestellt wurde. Diese waren eine erfolgreiche Familie von Buchilluminatoren, die sehr von der Gunst der Adeligen und sogar der französischen Krone profitierten. Das Stundenbuch, das für den Thronanwärter Frankreichs gedacht war, gilt als eines der prächtigsten Manuskripte, die im goldenen Zeitalter der französischen Buchmalerei geschaffen wurden – und eines der kostspieligsten! Alle 128 Seiten sind verschwenderisch im eleganten französischen Stil und mit leuchtkräftigen Farben und Goldakzenten illuminiert. Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich Diese Kostbarkeit aus dem goldenen Zeitalter der französischen Buchmalerei war eine Anfertigung für den Thronfolger von Frankreich, den Dauphin, und das Ergebnis einer Vater-Sohn-Kollaboration in Bourges. Jean de Montluçon und sein Sohn Jacquelin betrieben in Bourges um etwa 1500 ein Kunstatelier, ebenso wie ihr Zeitgenosse, der talentierte Künstler Jean Colombe, der für das überaus prächtige Stundenbuch Les Très Riches Heures du Duc de Berry verantwortlich zeichnete. Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich, das heute in der Bibliothèque Municipal von Grenoble unter der Signatur Ms. 1011 aufbewahrt wird, ist eines der aufwendigsten und kostbarsten illuminierten Handschriften, das je hergestellt wurde und das mit einer Kunstfertigkeit ausgeführt wurde, die als unübertroffen gelten muss. Ein Vater-Sohn-Team Im Jahr 1461 gründete Jean de Montluçon sein Atelier in Bourges, wo zwei Jahre später auch sein Sohn Jacquelin geboren wurde. Unter der Gönnerschaft der französischen Adeligen und der Krone florierte ihr künstlerisches Schaffen – Jean wurde sogar mit den Dekorationen für das Begräbnis König Charles VII beauftragt. Nach dem Tod seines Vaters in 1494 übernahm Jacquelin die Werkstatt und führte sie weiter bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1505. Neben illuminierten Manuskripten wie dem Monypenny-Brevier, dem Stundenbuch von Chappes (Bibliothèque de l’Arsenal, Ms 438) oder dem Missel franciscain (Bibliothèque municipale de Lyon, ms. 514), die Montluçon der Ältere in Zusammenarbeit mit Jean Colombe anfertigte, schufen Vater und Sohn herrliche Altargemälde, wie die Anbetung des Kindes von Chambéry, sowie eine Vielzahl heraldischer Malereien. Ein Manuskript, das eines Prinzen würdig ist Der Dauphin, als der Thronanwärter Frankreichs, gehörte im späten Mittelalter den allerhöchsten Adelskreisen von Europa an. Aus den Wirren des 100-jährigen Krieges war Frankreich einerseits angeschlagen doch durch die zentralere Ausrichtung des Staates auch erneuert hervorgegangen: es folgte eine neue Hochphase, die Ausdruck fand in vielfältigen Meisterwerken, die in dieser Zeit geschaffen wurden, und die heute als goldenes Zeitalter der französischen Illumination bezeichnet wird. Französische Manuskripte aus dieser Zeit sind unübertroffen in der Kunstfertigkeit, mit der sie geschaffen wurden, und in dem Reichtum an Dekorationen, die sie in leuchtenden Farben und mit fein schimmernden Goldakzentuierungen beherbergen. Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich bildet keine Ausnahme unter diesen künstlerischen Bravourleistungen – jede seiner 128 Seiten ist in elegantem französischem Stil illuminiert. Die Miniaturszenen, von architektonischen Rahmungen umgeben, stellen einen Realismus aus, der sich in Mimik und Gestik der Figuren und Geschöpfe zeigt, wie auch eine luftige, traumähnliche Qualität mittels strahlender Farben und glänzendem Gold. Es ist ein glänzendes Beispiel spätmittelalterlicher Kunstfertigkeit, der Inbegriff eines illuminierten Manuskripts und des Prinzen von Frankreich würdig.
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