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Jagdbuch des Königs Modus

Buchtitel

Jagdbuch des Königs Modus
1
veröffentlicht: 2023

Bibliotheks-ID:

Zustand:

1000532078935987
Sehr Gut

Genre

Spiele / Jagd

Stil

Renaissance

Typ

Faksimile

Autoren

Phlipp der Gute, Herzog von Burgund (1396–1467)

Jahrhundert

XIV

Land

Belgien

Anzahl

214 Seiten / 29,9 × 20,5 cm

Jahr

1455

Beschreibung

Jagdbuch des Königs Modus Steht die Jagd heutzutage eher unter gesellschaftlichem Rechtfertigungsdruck, ist dieses Jagdbuch ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Jagd als Kunst zu betrachten, die mit Ausdauer erlernt und eingeübt werden muss. Untergliedert ist das Buch in Dialogform mit dem allegorischen König Modus hierzu in zwei Hauptteile: über die Jagd mit Hunden und über die mit Falken. Die 56 prächtigen Miniaturen illustrieren den Grundgedanken, dass die Jagd eine wahre Kunst ist, die sich sehr realistisch der Natur an sich nähern muss. Ein vergleichbarer Realismus ist auf keinem Gebiet zeitgenössischer Literatur zu finden. Obwohl die Miniaturen ihrem Zweck entsprechend nüchtern und auf das Wesentliche reduziert sind, stecken sie doch voller Dynamik und vermitteln die Kraft, die hinter dem Jagen steht. Zugleich erhält der Betrachter einen Einblick in das prunkvolle Leben des burgundischen Adels, allen voran Philipps des Guten (1396–1467), des Herzogs von Burgund und großzügigen Mäzens flämischer Buchmaler. Jagdbuch des Königs Modus Das Jagdbuch des Königs Modus – so lautet der Titel eines Werkes, das 1370 von Henri de Ferrières, einem Kenner der Kunst und Praxis der Jagd, konzipiert wurde. Der normannische Adlige, der als alter Mann das Schwert gegen die Feder eintauschte, verfasste die erste Abhandlung über die Jagd in französischer Sprache, die seitdem mehrfach kopiert wurde. Man nimmt an, dass dieses Manuskript für Philip den Guten angefertigt wurde, den dritten der großen Herzöge von Burgund, der ein Königreich errichtete, das reicher und mächtiger war als jedes andere in Europa. Wer war König Modus? Der Autor wollte die Autorität seines Textes unterstreichen und gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Leser fesseln. Deshalb gestaltete er das Werk nach Art der griechischen Philosophen als Dialog zwischen einem Schüler und seinem Lehrer, die sich über den Beruf des Jägers unterhalten. Der Lehrer wird in diesem Fall durch die allegorische Figur des Königs Modus verkörpert. 56 Lebendige Miniaturen Die Miniaturen der Handschrift, die 1455 in Burgund hergestellt wurde, verdienen eine besondere Erwähnung. Ihr reicher Goldschmuck soll nicht nur die Anweisungen des Textes illustrieren, sondern auch den prunkvollen Lebensstil des Adels verherrlichen. Sie faszinieren durch eine gewisse Lebendigkeit, die gekonnte Darstellung von Tieren und die Authentizität der luxuriösen Gewänder. Die enge Verbindung zur Natur war von den Buchmalern beabsichtigt, die bei ihren Darstellungen großen Wert auf Authentizität legten. Das Buch zeigt somit den Höhepunkt der flämischen Kunst in einem Werk, das für einen Fürsten des Hochadels angefertigt wurde.
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